Apokalypso – Bombenstimmung in Berlin

Apokalypso – Bombenstimmung in Berlin

Apokalypso - Bombenstimmung in Berlin

Regie: Martin Walz

Während ganz Berlin der Jahrtausendwende entgegenfeiert, ist Bombenentschärfer Karl (Armin Rohde) froh, als ihn ein Einsatzbefehl vom Silvesterball fortruft. Mit Tischdame Helen (Andrea Sawatzki) kann er nämlich nichts anfangen. Sie fährt ihn noch zum Riesenböller am Potsdamer Platz ­ und steigt sogleich ins Team ein, als sie die altgriechische Aufschrift der Bombe entziffert: „Philadelphia“ ­ eine von sieben christlichen Urgemeinden. Ebensoviele explosive Botschaften hat Sektenführerin Eve (Amalie Bizer) versteckt… Die erstklassigen Hauptdarsteller spielen sich mit einem Schuss Humor in Silvesterlaune, und die gut eingefangene Atmosphäre fesselt bis zum Schluss.

Quelle: https://www.tvspielfilm.de/kino/filmarchiv/film/apokalypso-bombenstimmung-in-berlin,1311394,ApplicationMovie.html

DE ‧ 1999 ‧ Thriller ‧ 89 Min.

Drehbuch: Günter Knarr, Philip Weinges
Regie: Martin Walz
Produktion: UFA Filmproduktion
Sender: Pro7

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TAZ

“… Auch dies ist ein Phänomen des abgelaufenen Jahres: Manche Fernsehfilme muß man gegen ihre eigenen Titel in Schutz nehmen. Dieser gehört dazu.

Tatsächlich detoniert so einiges in der Nacht, die nach dem Willen der Sektierer mehr als das Jahrtausend beschließen soll. Die Jagd nach den versteckten Bomben und der geheimen Kommandozentrale der gut gerüsteten Eiferer sorgt für die nötige Spannung. Doch obliegt die Weltenrettung nicht überlebensgroßen Wundertätern, sondern gewöhnlichen Werktätigen, die mit einer in der Gattung TV-Movie seltenen Sorgfalt und Zuneigung erdacht und inszeniert wurden. Derweil nun die Uhr allmählich abläuft, werden unaufdringlich, gleichsam unter der Hand, zentrale religiöse Fragen angesprochen. Das wirkt – Helens überzeichnete Erleuchtung gegen Ende ausgenommen – keineswegs aufgesetzt, sondern ernsthaft und plausibel aus Charakteren und Geschichte entwickelt. Weshalb die Religionslehrer im Publikum vielleicht den Videorekorder anwerfen sollten – anhand dieses Films läßt sich manche Glaubensfrage am praktischen Beispiel erörtern. Die Schüler würde es wohl freuen.“

(Quelle: taz, 1999)