Friesland – Irrfeuer

Friesland – Irrfeuer

Friesland - Irrfeuer

Regie: Markus Sehr

Ein Volksfest an der ostfriesischen Küste nimmt ein jähes Ende, als die Streifenpolizisten Jens Jensen und Süher Özlügül in den Flammen des traditionellen Feuers eine Leiche entdecken. Ein unheilvoller Auftakt für Torben Martmann, den neuen Leeraner Tourismusbeauftragten und Vater von Sühers Freund Matthias. Dem am Morgen eintreffenden Kommissar Brockhorst bietet sich ein wasserdurchtränktes Bild der Verwüstung. Als Jens bei der verkohlten Leiche die Reste eines Fernglases findet, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht: Handelt es sich bei der Toten um seine neue Freundin, die Vogelkundlerin Klara Wachstieg? Doch Klara ist wohlauf. Mit ihrer Hilfe gelingt es allerdings, die Identität der Toten zu klären: Sabine Feig. Auch sie hatte sich dafür eingesetzt, dass das Brachland bei Leer als Vogelschutzgebiet anerkannt wird. Sabine gehörte das Land zur Hälfte. War sie mit ihrem Bruder Bertram, der den Naturraum in einen Campingplatz umwandeln wollte, aneinandergeraten? Kommissar Brockhorst verfolgt eine andere Spur. Bei der Leiche wurden mysteriöse Steine mit heidnischen Symbolen gefunden, die offenbar aus Wolfgang Habedanks Heimatarchiv gestohlen wurden. Was haben die okkulten Zeichen, die auch noch an anderen Stellen in Leer entdeckt werden, mit dem Fall zu tun? Während Brockhorst einem möglichen Ritualmord nachgeht, ermitteln Jens und Süher im persönlichen Umfeld des Opfers.
Quelle: ZDF

DE · 2017 · Laufzeit 90 Minuten · FSK 12 · Kriminalfilm

Drehbuch: Timo Berndt
Regie: Markus Sehr
Produktion: Warner Bros. International Production Deutschland
Sender: ZDF

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Kritiken

Auswahl

FRANKFURTER NEUE PRESSE

„Der vierte Film [der Friesland-Reihe] klappt richtig gut, obwohl er die Figurenzeichnung des Erstlings – Jens Jensen ist im Dorf verwurzelt und eher bequem, Süher Özlügül dagegen eine strebsame Einzelgängerin – nicht konsequent weiterentwickelt. Brockhorst hat seine cholerische Überheblichkeit zwar nicht völlig angelegt [sic!], aber auf ein glaubhaftes Maß reduziert. Er geht selbst auf Spurensuche, kombiniert schlüssig.“ „Auf mühsame Witze verzichtet ‚Irrfeuer‘ weitgehend. Der Witz zeigt sich diesmal eher beiläufig und intelligent mit den Schwächen der Figuren verknüpft. Was den Krimi insgesamt nicht nur zu einem richtig starken Vertreter der Serie ‚Friesland‘ gestaltet, sondern auch zum besten Samstagskrimi seit langem.“