Zwölf Meter ohne Kopf

12 Meter ohne kopf

12 Meter ohne Kopf

Regie: Sven Taddicken

Klaus Störtebeker (Ronald Zehrfeld), Gödeke Michels (Matthias Schweighöfer) und ihre Piratencrew haben mächtig Spaß an der Freibeuterei. Doch die ständigen Kaperschlachten und die permanente Angst vor den Häschern der Hanse haben ihre Spuren hinterlassen. Als Störtebeker beim Entern eines Schiffes lebensgefährlich verletzt wird, beginnt er zu zweifeln. Will er wirklich weiter mit einer Horde Haudraufs die Meere besegeln oder lieber mit seiner hübschen, bodenständigen Freundin Bille (Franziska Wulf) ein einfaches Leben führen und Kartoffeln anbauen? Michels sieht es gar nicht gerne, dass sich sein bester Kumpel solche Gedanken macht. Damit der Ruf Störtebekers nicht leidet, schlüpft er kurzerhand in dessen Rolle…

Quelle: https://www.filmstarts.de/kritiken/122735.html

DE · 2009 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Komödie, Abenteuerfilm · Kinostart 10.12.2009

Drehbuch: Matthias Pacht
Regie: Sven Taddicken
Produktion: Wüste Film in Koproduktion mit Warner Bros. Entertainment und Magnolia Filmproduktion
Verleih: Warner Bros. Entertainment
Weltvertrieb: The Match Factory

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Prädikat: wertvoll

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LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS

Vitales Abenteuerkino mit ebenso komischen wie dramatischen Momenten, das die Störtebeker-Legende fabulierfreudig weiter spinnt und als pralle, konflikt- und ereignisreiche Geschichte der Freundschaft von Störtebeker und seinem Bundesgenossen Gödeke Michels erzählt. Eine atmosphärisch dichte Rebellen-Fantasie mit guten Darstellern, Rock’n’Roll-Musik und einem gegenwartsbezogenen Sprachgebrauch, die als fantasievolle Spekulation über Leben, Denken und Wirken einer Hand voll “Halbstarker” unterhält.

CRITIC.de

Was 12 Meter ohne Kopf aber ebenso äußerst sehenswert macht, sind die Kulissen, die Bauwerke und historischen Schauplätze. Vor allem Hamburg und die kleine Hafenstadt, in der die Piraten Zuflucht suchen, bieten historisch plausible Orte, die ebenso gekoppelt sind an beeindruckende Aufnahmen der Natur; und das sowohl auf hoher See, als auch an Land. Was die Kulissen und die Wahl des Production Designs betrifft, hat man sich an Vorbilder gehalten wie den – weitaus weniger lustigen – Historienfilm Luther, der abseits von groß angekündigten und künstlerisch wie kommerziell grandios gescheiterten TV-Filmen steht, die den Stoff von Mythen und Legenden in oftmals kurzer Zeit für das Fernsehen herunter brechen. Die Bauten und Kostüme sind hier also nicht nur leeres Material, um das Bild zu füllen, sondern gehen mit dem Spiel der Darsteller und der Handlung eine Symbiose ein und bilden das stimmige Bild einer echten Piratengeschichte. Anders als in Filmen wie Sven Unterwaldts Komödie Siegfried, erspart uns Thaddickens Film die künstlichen Versuche durch aufgetragene Überbetonung den Flair einer längst vergangenen Zeit heraufzubeschwören. Ein Kritikpunkt mag dabei sonderbarer Natur sein, trifft er doch nicht den Film direkt, sondern den Trailer: Dort werden Männer präsentiert, die für alles bereit seien, „nur nicht für die Liebe“. Im Gegensatz zum Trailer ist dieser Aspekt im Film aber eher nebensächlich. Nur Störtebeker selbst hadert immer wieder mit seinen Gefühlen, die jedoch vorerst unterschwellig bleiben; finden sich Frauen und so auch die Angebetete ohnehin nur an Land. Die Liebe fährt zwar mit, hat aber nicht das Kommando an Bord und bildet nicht das Narrativ des Films. Zuschauer, die sich dies vom Film erwarten, werden daher enttäuscht.