4 Blocks – Staffel 1

4 Blocks

4 Blocks

Bildgestaltung: Moritz Schultheiß

„4 Blocks“ erzählt in sechs Episoden eine Geschichte um Freundschaft und Familie, Verrat und Schuld im Milieu eines arabischen Clans in Berlin-Neukölln. Im Zentrum steht Ali „Toni“ Hamady, der gemeinsam mit seiner Frau Kalila seine „vier Blocks“ und die kriminellen Geschäfte hinter sich lassen will. Doch nachdem sein Schwager Latif bei einer Razzia verhaftet wird, ist es Toni der Familie schuldig, erneut die operative Führung des Clans zu übernehmen. Zudem möchte Toni die Kontrolle nicht seinem unberechenbaren Bruder Abbas überlassen, der sich bereits als neues Familienoberhaupt sieht. Als mit Vince plötzlich ein alter Freund nach Berlin zurückkehrt und Toni damit eine Vertrauensperson an seiner Seite glaubt, scheint die Hoffnung auf eine legale Zukunft wieder in greifbarer Nähe. Aber aus der Abwärtsspirale aus Verbrechen und Intrigen gibt es längst kein Entkommen mehr.

Quelle: https://4-blocks.de/index.php?style=%27faust_area%27

DE ‧ 2017 ‧ 7 EPISODEN á 45 Min.

Drehbuch: Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad
Regie: Marvin Kren
Bildgestaltung: Moritz Schultheiß
Produktion: Wiedemann und Berg für TnT Serie

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Preise

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SÈRIES MANIA FESTIVAL • Bester Darsteller Kida Khodr Ramadan
Deutscher Kamerapreis 2018 • Nominierung „Bester Fernsehfilm“

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zeit.de

„4 Blocks“:Der Pate von Neukölln

Brachial und bildgewaltig: Die Berliner Gangster-Serie „4 Blocks“ ist das deutsche „Gomorrha“. Und Fernsehen, wie es nur selten erzählt wird.
CAROLIN STRÖBELE

Da sitzen sie und halten sich fest an den Händen. Ali Hamady (Kida Khodr Ramadan) ganz in Schwarz, der gute Anzug, seine Frau Kalila (Maryam Zaree) in weißer Hose und Tunika. Ein bisschen wie ein Brautpaar sehen die beiden aus, aber sie sitzen nicht im Standesamt, sondern in dieser verdammten Ausländerbehörde. Ein Ort, den Hamady seit 26 Jahren gut kennt, so lange lebt der Libanese schon mit befristetem Aufenthaltsstatus. Und jedes Mal gibt es nur eine weitere Verlängerung. Doch jetzt stehen die Zeichen gut, die füllige Sachbearbeiterin lacht über seinen Witz und sagt, dass die Pässe wohl nächste Woche da seien.

Nach den ersten zwei Folgen, die auf der Berlinale gezeigt wurden, kann man sagen: Das könnte das deutsche Gomorrha werden. Die High-Deck-Siedlung in Neukölln, in der gleich am Anfang eine Razzia stattfindet, erinnert mit ihrer Betonbrückenarchitektur stark an die neapolitanischen Bauten in Scampia. Aggressive Jungs bewerfen die Beamten von oben mit Gegenständen, die Situation droht zu eskalieren. „Wir brauchen Verstärkung“, schreit die Polizistin ihren Partner an.

Dieses Szenario sei für ihn der Ausgangspunkt der Serie gewesen, sagt Quirin Berg, der mit seiner Produktionsfirma 4 Blocks für den Pay-TV Sender TNT realisiert hat. „Ich hatte einen Zeitungsartikel gelesen über einige Straßen in Berlin, in die sich die Polizei nur in größerer Besetzung traut. Das fand ich bemerkenswert, weil es eine neue Entwicklung ist, die Sicherheitslage sich anscheinend deutlich verändert hatte. Das hat mich als Thema gereizt.“

 In sechs Folgen erzählt 4 Blocks vordergründig eine klassische Mafiageschichte: Es geht um Rivalitäten zwischen Ali „Toni“ Hamady und seinem jüngeren Bruder Abbas (Veysel Gelin), um einen deutschen Freund des Clans (Frederick Lau), der nach zehn Jahren als Polizeispitzel Rache nehmen will, um die Sehnsucht, aus der Kriminalität auszusteigen, und letztlich um die tödliche Loyalität zur Familie. Mehr noch aber ist es eine Geschichte über Integration, Gentrifizierung und die Verdrängungskämpfe in einem Berliner Stadtteil, der die am schnellsten steigenden Mietpreise in ganz Deutschland verzeichnet. Es ist eine feine Ironie des Drehbuchs, dass sich der Gangster Hamady ausgerechnet als Immobilienhändler eine legale Existenz aufbauen möchte.

Hommage an Tony Soprano

Das Buch zu 4 Blocks stammt von dem Autorentrio Richard Kropf, Bob Konrad und Hanno Hackfort. Allein, dass sie ihre Hauptfigur Toni genannt haben – nach Tony Soprano, dem Paten aller Serien-Mafiosi – offenbart ihre hohen Ansprüche an die Geschichte. War ihnen von Anfang an klar, dass sie sich mit der Ausleuchtung einer kriminellen arabischen Gruppe an ein absolutes Reizthema gewagt haben? „Nein. Als wir mit der Entwicklung der Serie anfingen, war das ein unbelastetes Thema“, sagt Bob Konrad. „Wir wollten nicht über arabische Muslime erzählen, wir hatten eher eine Gangsterstory im Kopf.“ Dann kam das Jahr 2015, die Debatte um Flüchtlinge, vor allem um kriminelle Flüchtlinge, begann. „Uns wurde rasch klar, dass wir die Geschichte aus der Innensicht des Clans erzählen müssen“, sagt Konrad. „Wir haben sie also noch mal durchgekämmt auf Klischees und Vorurteile und haben überlegt: Bleiben sie drin, kommen sie raus oder relativieren wir sie?“

„Kein pädagogisches Erklärfernsehen“

„Unser Hauptdarsteller Kida Ramadan war ein großes Geschenk für die Serie, weil er selbst als Kind libanesischer Einwanderer in dieser Gegend aufgewachsen ist, aus dem ‚Auge des Orkans‘ kommt“, sagt der Produzent Quirin Berg. „Das hat uns Türen geöffnet. Wir konnten mit vielen Leuten in Neukölln sprechen, viele Geschichten hören, viele Orte sehen. Es war der Schlüssel zu der Tonalität, die die Serie hat.“

Die Sogwirkung von 4 Blocks ergibt sich vor allem aus dem Zusammenspiel von Musik und Sprache. Tonis Brüder Abbas und Latif werden von zwei bekannten Rappern, Veysel Gelin und Massiv, gespielt, die auch Teile des Soundtracks gestalten. Gelin saß dreieinhalb Jahre im Gefängnis wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Man kann sich in etwa vorstellen, wie das Casting bei einem öffentlich-rechtlichen Sender verlaufen wäre. Bei den Dreharbeiten waren die Schauspieler oft die letzte Instanz, wenn es um die Glaubwürdigkeit der Dialoge ging. Etwa, dass man bei Drogen niemals von „Dope“ sprechen würde, sondern von „Material“.

Es sei nicht leicht gewesen, die Clan-Mitglieder realistisch zu porträtieren, ohne sie zu verharmlosen oder zu glorifizieren, sagt Hanno Hackfort. „Wir mussten dafür sorgen, dass es eine ausgewogene Erzählung wird und kein pädagogisches Erklärfernsehen. Das war nicht immer leicht.“

Den Drehbuchautoren ist ein angenehm klischeefreier Blick auf Neukölln gelungen, einen Ort, der eben nicht die beschriene Verbrechensmeile ist, sondern ein Stadtteil, der sich in den vergangenen zehn Jahren so fundamental gewandelt hat wie kein anderer in Westberlin. „Die Geschichte musste unbedingt im Sommer spielen, um die Hitze des Straßenlebens zu transportieren“, sagt Richard Kropf. „Ähnlich wie in Spike Lees Do the Right Thing.“

Unter dem Brennglas erkennt man die gnadenlose Hackordnung innerhalb einer multiethnischen Gesellschaft. Man sieht die afrikanischen Drogenverkäufer im Görlitzer Park, die von den halbwüchsigen Nachwuchs-Dealern des Clans herumkommandiert werden, man hört Ali Hamady schimpfen: „Diese neuen Asylanten bekommen viel mehr als wir!“ Und der bärtige Hipster aus Nordeuropa, der gerade seine Eckkneipe eröffnet hat, wird von den libanesischen Geldeintreibern angeherrscht, er solle in Deutschland gefälligst deutsch sprechen.

„Wir sind keine Brüder“

Die Rangfolge zwischen den einzelnen Gruppen, aber auch innerhalb einer Gruppe, ist für das Leben der Protagonisten von existenzieller Bedeutung. In einer großartigen Szene hat Toni Hamady ein Treffen mit dem konkurrierenden libanesischen Clan auf dem Dach eines Büroturms am Potsdamer Platz arrangiert, im Hintergrund leuchtet die gelbe Fassade der Philharmonie. Er braucht Nachschub, weil die Polizei seine Koksladung kassiert hat. „Ich müsst uns helfen, wir sind doch Brüder“, appelliert Hamady an sein Gegenüber. „Wir sind keine Brüder“, schnauzt ihn der Gesandte des anderen Clans an. „Unsere Familie hat damals den Bürgermeister von Beirut gestellt, ihr habt Ziegen gehütet.“

Die Loser sind immer die anderen, jeder teilt nach unten aus. Ein Schwächerer lässt sich immer finden. Der Fixer etwa, der den neuen Stoff gratis zum Ausprobieren bekommt und dabei draufgeht. Mitleid kann sich niemand leisten in diesem System. Die einzige Währung, die Respekt verschafft, ist Geld. Und das bekommt man nur durch den Einsatz von Gewalt.

 Nimm dir den Strick

Gewalttätig geht es natürlich auch zu in 4 Blocks und man muss hoffen, dass sich die Serie im weiteren Verlauf nicht davon beherrschen lässt. Denn die Szenen, die im Gedächtnis bleiben, sind solche, in denen nicht gebrüllt und nicht geprügelt wird, in denen die Gewalt aber um so spürbarer ist. Wenn Toni Hamady etwa nach einer Nacht im Gefängnis in seiner seidenen Pyjamahose auf der Metallpritsche aufwacht und sein Blick auf die offene Tür fällt. Davor sitzt der Polizist, der ihm bei der Verhaftung ins Ohr gezischt hat, dass er ihn und seine Familie auslöschen wird. Die beiden sehen einander an, dann steht der Polizist auf, der leere Stuhl steht vor der Tür. Das Bild sagt: Nimm dir den Strick, dann ist es endlich vorbei.

Eine große Müdigkeit geht von Toni Hamady aus: Er wird zerrieben von seinem Anspruch, Verantwortung für den Clan zu übernehmen und gleichzeitig ein guter Vater für seine Kleinfamilie zu sein. Kida Ramadan, im Fernsehen vor allem bekannt durch Rollen als mehr oder weniger klischeebelasteter Gangster, kann unter der Regie von Marvin Kren endlich einen vielschichtigen Charakter darstellen. Er zeigt die Zerrissenheit dieses Tonis, seine Wut, seinen Überdruss, aber auch seine Kindlichkeit, seine Liebe, in wenigen, schmalen Gesten. Das ist bemerkenswert, denn 4 Blocks spielt streng genommen alle Standardsituationen eines Gangsterdramas ab: den Zwist mit dem unberechenbaren Bruder, die abgeklärte Businessman-Attitüde, den liebevollen Alltag mit der Ehefrau und der kleinen Tochter und die plötzlich hervorbrechende Brutalität, wenn es um die sogenannte Ehre geht.

Es sind die feinen Nuancen, die Tonis Figur so echt erscheinen lassen. Der Bart: gepflegt, aber einen Tick zu lang. Der Anzug: teuer, aber einen Tick zu weit. Die Sprache: gewählt, aber immer noch Straße. Gleichzeitig ist Toni Hamady wahrscheinlich der erste Clan-Chef, der seine kartenspielenden Dealer mit Heinrich Bölls Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral auf die Straße schickt.

4 Blocks ist ein geglücktes Experiment. Der Sechsteiler erfüllt das Credo vieler moderner Serien: The more local, the more global – eine universelle Geschichte an einem ganz spezifischen Ort. Es gibt solche Orte und Geschichten auch in Deutschland, vor unserer Haustür. Bisher haben nur die richtigen Erzähler gefehlt.

faz.de

TNT-SERIE „4 BLOCKS“:

Mein Clan, mein Block, mein Gesetz

URSULA SCHEER

Nah dran: Die Serie „4Blocks“ bannt die kriminellen Machenschaften einer arabischen Großfamilie in starke Bilder. Und das ohne pädagogische Beschwichtigung.

Bloß eine Fingerübung für die Familie arabischer Schwerverbrecher, die mit Kokainhandel, Schutzgelderpressung und Prostitution in „4 Blocks“ ein Vermögen gemacht und das Gewaltmonopol an sich gerissen hat. Wer sich ihnen in den Weg stellt, dem brechen sie die Beine, dessen Existenz vernichten sie, auch vor Mord schrecken sie nicht zurück. Die Polizei muss die Täter, um die sich ein Kartell des Schweigens legt, immer wieder laufenlassen. Im Blick des Ermittlers Kutscha (Oliver Masucci) gefriert ohnmächtiger Hass.

Höllentrip durch den Kiez

Kein anderer Sender als ein kleiner Bezahlkanal, der sich um maximalen Konsens, wie ihn das öffentlich-rechtliche Behaglichkeitsfernsehen allzu oft auszeichnet, nicht scheren muss, wäre wohl dieses Wagnis eingegangen: eine deutsche Krimiserie aufzulegen, die nach realen Vorbildern konsequent aus der Perspektive krimineller Ausländer erzählt. Und das mit einer Schonungslosigkeit, wie man sie hierzulande auf dem Schirm noch nicht gesehen hat.

Drei Jahre haben die Drehbuchautoren Hanno Hackfort, Bob Konrad und Richard Kropf für den Sechsteiler von TNT auf Recherchen über die Machenschaften arabischer Großfamilien in Berlin verwandt. Marvin Kren, der sich als Regisseur mit Horrorfilmen und dem historischen Mafia-Fernsehkrimi „Mordkommission Berlin 1“ einen Namen gemacht hat, schrieb am Buch mit und setzte es in Szene. Gleich die erste Sequenz schickt den Zuschauer auf einen Trip ins Milieu: Mit dem Mofa der Drogenkuriere Issam und Zeki (Emilio Sakraya und Rauand Taleb), zwei armen Unterteufeln, von denen einer ein altes Deutschlandtrikot und Palästina-Anhänger trägt, geht es zu Deutsch-Rap in den Park. Die satten Bilder sind so schnell montiert wie die Reime; Moritz Schultheiß’ Kameraführung schafft distanzlose Unübersichtlichkeit – auf der Straße, in den Clubs, wo Pole-Tänzerinnen sich in blitzendem Licht an Stangen winden, im Auto mit den Gangstern und wann immer die Gewalt explodiert.

Wir sind ganz nah dran, wenn Männer einander mit Fäusten und Eisenstangen halbtot prügeln, das Blut spritzt, als ein Polizist erschossen wird und ein Junkie verreckt. Vor allem aber hat Kren seine Lektionen in Sachen Suspense gelernt. Jederzeit kann es zum Äußersten kommen. Die Mafiamethode, mit Drohungen zu terrorisieren und Macht auszuüben, nur um dann und wann ohne Vorwarnung mit voller Härte zuzuschlagen, ist auch das dramaturgische Prinzip der Miniserie.

fr.de

„4 Blocks“, ZDF

Die Sopranos von der Sonnenallee

ZDFneo zeigt mit „4 Blocks“ eine rasante Serie über den Berliner Problem-Kiez Neukölln. Mit dabei: die Rapper Massiv und Veysel.

ZDFneo zeigt mit „4 Blocks“ eine rasante Serie über den Berliner Problem-Kiez Neukölln. Mit dabei: die Rapper Massiv und Veysel.

DALAND SEGLER

„Berlin spricht jetzt Arabisch“. Das sagt kein AfD-Politiker, sondern Ali Hamady, genannt Toni, der Boss eines Familienunternehmens im Berliner Bezirk Neukölln. Gegenstand seiner Firma: Schutzgeld-Erpressung, illegaler Spielautomaten-Betrieb, Drogenverkauf. Toni ist ein Schwerkrimineller, der schon mal zum Hammer greift, um säumigen Zahlern die Kniescheiben zu demolieren. Der vollbärtige Libanese, sein Bruder Abbas und ihre Helfershelfer beherrschen die Neuköllner Szene um Karl-Marx-Straße  und Sonnenallee: „Vier Blocks“ heißt deshalb die sechsteilige Serie, die ZDF neo nun zeigt.

Produziert wurde sie vom Pay-TV-Sender TNT Serie, ausgestrahlt dort im Mai und Juni. Und nach Sichtung der ersten Staffel stellt sich die Frage, ob es eben doch eines Privatsenders US-amerikanischer Prägung (TNT gehört zu Turner) bedarf, um ein derart mitreißendes Stück Fernsehen zu produzieren.

Denn „4 Blocks“ hat alles, was eine zeitgemäße Filmerzählung über Gangster braucht. Die Autoren Hanno Hackfort, Bob Konrad und Richard Kropf sind im Krimi-Genre zuhause und kennen auch den Kiez – es wurde an den Originalschauplätzen gedreht – wie einige andere Mitwirkende ebenfalls. So haben die Rapper Massiv und Veysel, hier als Darsteller von Hamadys Clan, Soundtracks beigesteuert, und Veysel sieht nicht nur so aus, wie man sich einen Brutalo vorstellt: Er saß einst im Gefängnis.

Wie James Gandolfini seinerzeit spielt auch Kida Khodr Ramadan einen leicht melancholischen Clan-Chef. Er wollte sich zurückziehen, doch sein Schwager wurde mit Kokain erwischt. Nun muss er „die Geschäfte in Ordnung bringen“. Allerdings setzt ihm Abbas zu, der sich für den besseren Anführer und seinen älteren Bruder  für einen „Lappen“ hält, seit der Frau und Tochter hat – denn die sind jetzt Tonis Lebensinhalt. Sein trautes Heim mit Kronleuchter, Himmelbett und Vitrine für Goldgeschirr wirkt wie der Salon eines Selfmade-Millionärs, und ein paar Straßen weiter leuchtet sein Traum: der Neubau eines Wohnblocks, noch mit blau angestrahlten Planen verhüllt. Hier will Toni sein Geld anlegen und mit dann hoffentlich unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung endlich ein seriöser Geschäftsmann werden.

Weil aber weder das brutale Brüderchen noch die konkurrierende Rockerbande aus dem Wedding Ruhe geben, wird Toni zur tragischen Figur.  Der eine macht ihm die Rolle als Chef streitig, die anderen wollen sein Revier zwischen Görlitzer Park und Hasenheide. Verständlich, dass er sich über das Auftauchen von Vince (Frederick Lau) freut, einst sein Freund und knallharter Schläger, nun nach 15 Jahren aus dem Nirgendwo wieder zurück im Kiez und an seiner Seite. Aber Abbas ist misstrauisch, schließlich gehört der Deutsche nicht zur Familie…