Das Boot

Das Boot

Das Boot

Created by: Johannes Betz, Tony Saint

Die Legende kehrt zurück: In der achtteiligen Event-Serie “Das Boot” knüpfen die Ereignisse zeitlich an Wolfgang Petersens Kinofilm an. Darin war die “U 96” im vermeintlich sicheren U-Boot-Hafen von La Rochelle einem schweren Luftangriff ausgesetzt, fast die gesamte Besatzung stirbt.

Die Serie blickt – analog zu den Roman-Bestsellern Lothar-Günther Buchheims – vor allem aus Sicht der deutschen Protagonisten auf den ab 1942 an Brutalität noch zunehmenden U-Boot-Krieg. Erweitert wird diese Perspektive um die des französischen Widerstands und die der Alliierten zu Land und zur See. Im Mittelpunkt steht das zentrale Thema Buchheims, das heute in Zeiten des Terrors nichts von seiner Relevanz verloren hat: blinder Fanatismus, der junge Männer in einen sinnlosen Krieg treibt.

Drehorte der Serie sind La Rochelle, Prag, Malta und München. Zur internationalen Besetzung zählen Tom Wlaschiha (“Game of Thrones”), Lizzy Caplan (“Masters of Sex”), Rick Okon (“Tatort”), Vicky Krieps (“Phantom Thread“), August Wittgenstein („The Crown“), Rainer Bock (“Inglourious Basterds”), Leonard Scheicher (“Finsterworld”), Robert Stadlober (“Summer Storm”) und Franz Dinda (“Babylon Berlin”). Regie führt Andreas Prochaska, der sich in der Vergangenheit bereits mit Produktionen wie “Das finstere Tal” und “Das Wunder von Kärnten” einen Namen machte.

Die Erstausstrahlung ist in den Sky Gebieten Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien und Irland für Ende 2018 geplant.

Quelle: https://www.sky.de/serien/das-boot-154535

Serie - 2018 - Deutschland

Drehbuch: Johannes Betz, Tony Saint
Regie: Andreas Prochaska
Produktion: Bavaria Film
Sender: Sky

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Preise

Auswahl

Der Deutsche Fernsehpreis 2019 – Nominierung in den Kategorien Beste Dramaserie, Beste Schauspielerin (Vicky Krieps), Bester Schauspieler (Tom Wlashiha), Beste Regie (Andreas Prochaska), Bestes Drehbuch (Tony Saint, Johannes W. Betz), Beste Kamera (David Luther), Bester Schnitt (Ueli Christen, Karin Hartusch), Beste Musik (Matthias Weber), Beste Ausstattung (Chattoune (Kostümbild), Nick Palmer (Szenenbild))

 

Grimme Preis 2019 – Nominierung Kategorie Fiktion Beste Serie

Kritiken

Auswahl

WELT

“Wie verfilmt man eine Leinwandlegende neu? Man taucht ab und macht es ganz anders. Wie gut es dann laufen kann, beweist das fantastische Sky-Remake von „Das Boot“.”

(…)

“Es ist keine Flucht vor dem Feind, dass Tony Saint und Johannes W. Betz (wiederum, sagen wir es mal vorsichtig, inspiriert von den Büchern Lothar Günther Buchheims) die Luke öffnen für die historischen Bedingungen, für das ganze geschichtliche Hinterland der Bootsfahrer. Es ist eine höchst elegante Volte der Vergleichsvermeidung.”

(…)

“Alles ist ruhiger auf Prochaskas Boot. Die Bilder sind glatter. Die Inszenierung eleganter. Ein Sog stellt sich trotzdem ein. Weil Prochaska ein perfektes Rhythmusgefühl hat und einen langen Atem.

Was er sich leisten kann, weil der Fortsetzungs- und Entwicklungsroman, den er verhandelt, nirgends durchhängt und sorgfältig alle Konflikte auserzählt. Was er sich auch leisten muss, weil es viele Geschichtenfäden zu spinnen gilt, die potentiell über mehr als acht Stunden halten und für eine Fortsetzung tragfähig sind, die Prochaskas Serie für Petersens Film nicht sein mag.” (…)

(Quelle: welt.de; Elmar Krekeler)

 

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QUOTENMETER

«Das Boot»: Sky auf Tauchstation?

(…) “Die auf ein Budget von 26,5 Millionen Euro geschätzte Serie, und hiermit sei der letzte Vergleich zwischen Petersens Klassiker und der neuen Sky-Produktion gezogen, ist paradoxerweise gleichzeitig künstlich-aufgeräumter und lebensnah-dreckiger als der Kassenschlager aus dem Jahr 1981: Kameramann David Luther («Black Sails») und Regisseur Andreas Prochaska setzen tendenziell auf eine sauberere Lichtsetzung als der Kinoklassiker. Sie verleihen ihrer Serie, selbst wenn die U-Boot-Szenen zumeist in schummriges Blau-Grün getaucht sind, durchaus eine moderne Hochglanz-Serienoptik, wo Petersen noch grobkörniges, dreckiges Material ablieferte.

Was der Serie in dieser Hinsicht an Rauheit fehlt, macht sie an anderer Stelle wett: Man nutzt den Vorteil des Nachzöglings aus und korrigiert marinehistorische Fehler, die Petersen beim Handwerk seiner U-Boot-Besatzung unterlaufen sind, zudem ist das Schauspiel naturalistischer, wohingegen der Ursprungsfilm mehrmals ins Theatrale abgleitet. Angesichts der längeren Erzählzeit eine stimmige Entscheidung: Die U-Boot-Besatzung hat mehr Zeit, in den Wahnsinn abzurutschen, also bietet es sich an, diese Entwicklung gleitender zu skizzieren und eher auf schleichende Beklemmung und langsam brodelnde Aggressionen zu setzen als so gallig, markerschütternd aufzuspielen wie bei Petersen. Und die gewollt-zurückhaltende, effizient-bleierne Musikuntermalung durch Komponist Matthias Weber lässt die Gefühle längst nicht so sehr wallen wie Klaus Doldingers berühmte Erkennungsmelodie, die Weber sporadisch in dekonstruierter Form wiederverwendet.” (…)

(Quelle: quotenmeter.de; Sidney Schering)

 

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