Walpurgisnacht – Die Mädchen und der Tod

Walpurgisnacht

Walpurgisnacht

Drehbuch: Thorsten Wettcke, Christoph Silber

Die Geschichte beginnt 1988 in der DDR mit dem Tod einer westdeutschen Touristin. Karl Albers (Ronald Zehrfeld), Hauptwachtmeister der Volkspolizei, zweifelt daran, dass die Frau durch einen Unfall zu Tode kam. Obwohl sein Vorgesetzter, Hauptmann Wieditz (Jörg Schüttauf), und der SED-Kreisleiter Pölz (Godehard Giese) den Fall schnell zu den Akten legen wollen, kreuzt Karl im Protokoll eigenmächtig ungeklärte Todesursache an. In Zeiten von Gorbatschow wird Neues möglich: Die Hauptkommissarin der BRD, Nadja Paulitz (Silke Bodenbender), wird über die innerdeutsche Grenze in den Harz geschickt. Gegensätzliche Vorgehensweisen und gegensätzliche Lebenseinstellungen prallen aufeinander.

Nach dem Mord an einer zweiten jungen Frau mit ähnlichen Tat-Merkmalen wird klar, dass die Ermittler es mit einem Serienmörder zu tun haben. Das von dichtem Wald umgebene Dorf erstarrt in Angst, während eine verzweifelte Suche nach dem Täter beginnt. Die Außenseiter im Dorf geraten ins Visier. Gibt es Biografien, die auf eine Gewaltneigung schließen lassen? Politisch motivierte Denunziationen führen auf Irrwege. Und es bleibt nicht bei den zwei Toten.
Quelle: https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/drehstart-fuer-zweiteiligen-historischen-zdf-thriller-walpurgisnacht/

DE ‧ 2017 ‧ TV-Zweiteler

Drehbuch: Thorsten Wettcke, Christoph Silber
Regie: Hans Steinbichler
Produktion: Wiedemann & Berg
Sender: ZDF

Kritiken

Auswahl

TITTELBACH

„„Walpurgisnacht – Die Mädchen und der Tod“ (Wiedemann & Berg) erzählt eine typische ZDF-Mörderdorf-Geschichte. Doch in dem Film von Hans Steinbichler werden nicht die üblichen Familientragödien aus der Vergangenheit ans Tageslicht gezerrt. Es ist ein Krimi, der seine Wurzeln nicht im Drama sucht, sondern sie treffsicher im Thriller findet. Von Anfang an entwickelt dieser Zweiteiler einen enormen Sog, obwohl – oder gerade weil – die Szenerie karg ist, Erzählrahmen wie Personal überschaubar bleiben und auch der filmische Reizpegel bewusst heruntergefahren wird. Das konzentrierte, unaufgeregte, aber nicht emotionslose Spiel der Schauspieler – allen voran Bodenbender, Zehrfeld, Schüttauf – ist von Anfang an das Herzstück des Films, in dem 1988 deutsch-deutsch ermittelt wird. Wenn man schon politisch an die Grenze geht, kann man ja auch, das Genre betreffend, etwas wagen, haben sich die Macher offenbar gedacht. Das hochspannende Finale ist harter Tobak, aber im Rahmen eines Psychothrillers stimmig. „Walpurgisnacht“ wird für Diskussionen sorgen!“

(Quelle: Dieser Artikel stammt von Rainer Tittelbach. http://www.tittelbach.tv/programm/mehrteiler/artikel-5184.html)