Der Regisseur André Erkau spricht mit dem Journalisten Fabian Riedner in diesem Interview über seine Arbeit als Filmemacher.
Ein Auszug:
FABIAN RIEDNER: «Mord oder Watt?» mit „Die wilde Hilde“ verbindet Kriminalfall, Familiengeschichte und Komödie. Was hat Sie an dieser ungewöhnlichen Mischung gereizt – und wo lag für Sie die größte Herausforderung in der Inszenierung?
ANDRÉ ERKAU; Das Leben ist im Grunde ein Genre-Mix. Es erzählt selten nur eine einzige Geschichte, meistens spricht es mit mehreren Stimmen gleichzeitig. Während irgendwo gelacht wird, fällt anderswo ein Schatten, und genau dort beginnt mein Interesse. Liebe und Hass, Leichtigkeit und Schwere, Komödie und Drama existieren nicht getrennt, sie flüstern sich gegenseitig ins Ohr, im Alltag wie in meiner Arbeit als Regisseur. Mich fasziniert die Frage, wo sich im Drama ein heller Moment versteckt, wo eine Komödie plötzlich ernst wird und wie selbst in einer Filmreihe mit dem Wort „Mord“ im Titel Raum für Hoffnung und leise Wärme entsteht. Die Herausforderung besteht darin, all dem mit Ernsthaftigkeit zu begegnen, ohne zu glauben, Gegensätze müssten sich ausschließen, und schließlich einen Film zu erschaffen, der das Publikum bei der Hand nimmt und es auf eine ebenso bewegende wie unterhaltsame Reise führt.
Das Interview in ganzer Länge ist hier zu finden.
