Romeos… anders als du denkst!

Romeos.. anders als du denkst!

Romeos.. anders als du denkst!

Bildgestaltung: Moritz Schultheiß

Lukas ist 20 Jahre alt und steckt mitten in seiner zweiten Pubertät: Er wurde als Mädchen geboren, eine ihm fremd und unerwünscht gebliebene Identität. Seit geraumer Zeit versucht er, mit Hormontherapien und exzessivem Muskeltraining sein männliches Körperideal zu erreichen; bald soll die Geschlechts-OP (die operative Entfernung von Eierstöcken und Brüsten) folgen. Immer wieder stößt Lukas in seinem persönlichen Umfeld auf Vorurteile: Als er in Köln seinen Zivildienst antritt, wird er in einem Schwesternwohnheim untergebracht, da die offizielle Namensänderung noch aussteht. Zum Glück wohnt dort auch seine lesbische Freundin Ine, die ihn in das Kölner Nachtleben einführt. Doch als sich Lukas in den Macho Fabio verliebt, beginnen weitere Probleme.

Lukas beobachtet akribisch das Hineinwachsen in seinen neuen Körper. Zahlreiche Großaufnahmen dokumentieren, wie sich sein Aussehen verändert: die Muskelmasse wächst, Bart und weitere Körperbehaarung sprießen. Ernsthaft und zugleich unterhaltsam porträtiert Romeos den Entwicklungsprozess seines Protagonisten. Geschickt montiert, zeigt der Film zudem ein klischeefreies Bild der schwul-lesbischen Szene Kölns sowie die aufregende Suche nach einem/r (Sexual-)Partner/in. Eine bewegte Handkamera, untermalt von einem dynamischen Soundtrack, vermittelt das energiegeladene Lebensgefühl der durch Natürlichkeit bestechenden Akteure/innen. In die Handlung integrierte Recherchen am Computer sowie Chats mit anderen Transsexuellen erhellen, welchen körperlichen und psychischen Prozessen Lukas ausgesetzt ist. Auch Gewalt und Diskriminierung gegen Transsexuelle kommen überwiegend auf dieser Ebene zur Sprache.

Was geschieht in einem Menschen, der sich fremd im eigenen Körper fühlt? Romeos zeigt die emotionale Zerrissenheit eines Transsexuellen und bietet mit seiner sympathischen Hauptfigur gute Möglichkeiten, um Jugendliche für das noch immer weitgehend tabuisierte Thema zu interessieren. Der Film hinterfragt gesellschaftliche Vorbehalte gegen Homosexuelle und Transgender, erzählt über die spezielle Transgender-Problematik hinaus jedoch zugleich eine universelle Coming-of-Age-Geschichte: Lukas‘ Bedürfnis nach Anerkennung, Nähe und Liebe, sein Wunsch, den eigenen Platz im Leben zu finden, bieten eine gute Diskussionsgrundlage, um mit Jugendlichen über Herausforderungen und Chancen ihrer eigene Identitätsfindung zu sprechen.

Quelle: https://www.kinofenster.de/filme/neuimkino/romeos-anders-als-du-denkst-film/

DE · 2011 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 16 · Drama, Komödie · Kinostart 08.12.2011

Drehbuch: Sabine Bernardi
Regie: Sabine Bernardi
Bildgestaltung: Moritz Schultheiß
Produktion: Boogiefilm in Koproduktion mit ZDF – das Kleine Fernsehspiel
Sender: ZDF
Verleih: Pro-Fun Media Filmverleih

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Preise

Auswahl

Publikumspreis „Bester Spielfilm“ – PERLEN Queer Filmfest Hannover
„Bester Spielfilm“ 17. Queer Filmfestival CHÉRIES-CHÉRI – Paris
Jugendfilmpreis „Bester Spielfilm“ – OSLO Queer Filmfestival, Norwegen
„Bester ausländischer Film“ – Outflix Filmfestival, MEMPHIS, USA
„Bestes Erstlingswerk – Sabine Bernardi“ & „Bester Hauptdarsteller – Rick Okon“, Asheville Qfest
„Bester Spielfilm“ – Honolulu Rainbow Film Festival, Hawai
Publikumspreis – Queere Filmwochen Nurnberg

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Kritiken

Auswahl

DEUTSCHE FILM- UND MEDIENBEWERTUNG

„Die energiegeladene Atmosphäre wird von einer großartigen Kamera eingefangen und das gesamte Darstellerensemble ist exzellent. Ein berührender Film, der anderen Mut macht und ein großartiges Plädoyer für mehr Toleranz.“